Satzungen rdp Bund & rdp Bayern AG


Ringsatzungen


WAGGGS

Satzung des Rings Deutscher Pfadfinderinnenverbände

Der Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände versteht sich als Zusammensch!uß der in der Bundesrepublik Deutschland tätigen deutschen Pfadfinderinnenverbände
- Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Mitgliedschaft betrifft die weiblichen Mitglieder des Verbandes
- Pfadfinderinnenschaft St. Georg
- Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Mitgliedschaft betrifft die weiblichen Mitglieder des Verbandes
die ihre Aufgabe in der Verwirklichung der von Baden-Powell entworfenen pädagogischen Konzeption unter Berücksichtigung der Bedürfnissen junger Menschen in einer sich verändernden Gesellschaft sehen.

Die Förderung des Einzelnen als Individuum und als Sozialwesen ist Inhalt dieser Arbeit mit dem Ziel der Humanisierung der Lebensbedingungen.

Dabei geht es
- um die Entwicklung der speziellen Anlagen und Fähigkeiten des Einzelnen
- um seine Befähigung sich selbst und seine Stellung in der Gesellschaft zu erfahren
- ihn kritisch zu machen gegenüber seiner Umwelt und fähig, diese zu gestalten
- um Erziehung zu Kontaktfähigkeit und Zusammenleben
- um Erziehung zum Engagement in sozialen und politischen Bereichen
- um Erziehung zum Frieden und zu internationaler Zusammenarbeit

Die Verwirklichung dieser Aufgabe geschieht durch die pfadfinderische Methode, deren wichtigste das Prinzip der Kleingruppe ist. Die vertikal angelegte Gruppe von 4-6 Kindern und Jugendlichen ist das geeignete übungsfeld zur Erfahrung seiner Selbst und zum Erlernen sozialen Verhaltens.

Spielerisches Tun, das "learning by doing" und die Bejahung frei gewählter Ordnungen und altersgerechter Aufgaben sind weitere Momente pfadfinderischer Arbeit.

Diese geschieht in geschlechtshomogenen, aber auch in koedukativen Gruppen. Da die augenblicklich gegebene Situation der Frau geprägt ist von deren permanenter Benachteiligung gegenüber dem Mann, ist es notwendig, neben den vielfältigen koedukativen, aber patriachalisch geprägten Gruppierungen, denen das Kind angehört, (Familie, Kindergarten, Schule, Nachbarschaft, Interessenclubs etc.) einen Raum zu schaffen, der die Chancen einer von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung getragenen Gesellschaft wenigstens teilweise experimentiell antizipiert.

Die spezifische Chance des Ringes Deutscher Pfadfinderinnenverbände liegt in der Notwendigkeit, auf der jeweiligen Strukturstufe der Mitgliedsverbände Lern- und Aktionsprogramme selbst zu bestimmen und Verantwortung oder Mitverantwortung zu tragen für den inhaltlichen und organisatorischen Arbeitsablauf, sowie die weiblichen Interessen und Belange wahrzunehmen und zu vertreten.

Solches Tun eröffnet am ehesten Lernmöglichkeiten für ein Handeln, das auf weitere gesellschaftliche Gruppierungen bezogen ist.


WOSM

Satzung des Rings deutscher Pfadfinderverbände

Die im Ring deutscher Pfadfinderverbände zusammengeschlossenen Verbände

Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder
Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg
Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

sehen die besondere Möglichkeit zur Zusammenarbeit in den gemeinsamen Grundsätzen pfadfinderischer Jugendarbeit.

Diese setzt bei den Bedürfnissen und Erwartungen junger Menschen an und entwickelt ihre Fähigkeiten durch Erfahrung und übung. Selbstgewählte Verpflichtungen und die in den Verbänden üblichen Regeln helfen dem Einzelnen und den Gruppen, Haltungen zu entwickeln und in die Zusammenarbeit mit anderen einzubringen. In Klein- und Großgruppen sowie in deren wechselseitigem Bezug zueinander lernen die Mitglieder partnerschaftlich zu handeln, Erfolge untereinander zu teilen und durch übernahme von Aufgaben Verantwortung zu tragen. Die Unternehmungen der Gruppen entsprechen dem Entwicklungsstand der Jugendlichen; besondere Nähe zu den Lebenswirklichkeiten kennzeichnen sie.

Pfadfinderische Jugendarbeit befähigt junge Menschen, sich in ihrer Umwelt zu orientieren, sich soziale und politische Zusammenhänge bewußt zu machen und Interessen in Solidarität mit anderen zu vertreten.

Die im Ring deutscher Pfadfinderverbände zusammengeschlossenen Verbände bieten jungen Menschen übungsfelder für politisches Verhalten. Ihre Aufgabe ist es nicht, politische Entscheidungen des Einzelnen vorwegzunehmen.

Als Arbeitsgemeinschaft vertritt der Ring die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedsverbände. Darüber hinaus setzt er sich für die Belange der Jugendlichen in der öffentlichkeit ein.

In übereinstimmung mit den in seinen Mitgliedsverbänden erstellten Satzungen bekennt sich der Ring deutscher Pfadfinderverbände zu Freiheit, Demokratie und zu den Grundrechten, wie sie im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland niedergelegt sind.

Der Ring deutscher Pfadfinderverbände fördert durch seine Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern der Weltkonferenz der Pfadfinder die Erziehung zur internationalen Verständigung.

Dabei erleichtern ähnliche Strukturen, Regeln und Absprachen den Kontakt zwischen Gruppen und Verbänden.

Der Entschließung der Weltkonferenz der Pfadfinder von 1924 folgend, trägt der Ring dafür Sorge, daß Pfadfinder Mitverantwortung übernehmen für die Jugend unseres Landes. Er fordert sie auf, Verbindungen zu Pfadfindern anderer Länder herzustellen und aufrechtzuhalten sowie nationalen, rassischen und weltanschaulichen Unterschieden mit Toleranz zu begegnen.

Insbesondere aber fühlt sich der Ring deutscher Pfadfinderverbände als Mitglied einer internationalen Bewegung zum Dienst für den Frieden verpflichtet. Deshalb übernimmt er Mitverantwortung für die Menschen in Armut und Ungerechtigkeit.


Arbeitsgemeinschaft Bayern


Satzung des RdP AG Bayern

1. Die vier selbständigen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände
- Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)
- Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)
- Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG)
- Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP)
bilden den Ring deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, Arbeitsgemeinschaft Bayern.

2. Der Ring deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, Arbeitsgemeinschaft Bayern, ist der Zusammenschluß der international anerkannten (WAGGGS und WOSM) deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadinderverbände in Bayern.
Er ist über den Ring deutscher Pfadfinderverbände und den Ring Deutscher Pfadinderinnenverbände Mitglied in den Weltbünden der Pfadfinderinnen (WAGGGS) und Pfadfinder (WOSM). Daher haben die vier Verbände gemäß den Beschlüssen der Weltkonferenzen der Pfadfinderinnen und der Pfadfinder die Prinzipien pfadfinderischer Jugendarbeit zur gemeinsamen Grundlage.

3. Der Ring deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinder sieht seine Aufgabe darin,
- die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedern zu fördern,
- die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendverbänden in den Jugendringen anzuregen und zu fördern sowie
- seine gemeinsamen Interessen im jugendpolitischen Raum wahrzunehmen.

4. Das Organ des Ringes deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, Arbeitsgemeinschaft Bayern ist die Ringkonferenz. Zur Ringkonferenz entsendet jeder Verband zwei stimmberechtigte Delegierte. Die Konferenz hat demnach höchstens acht Mitglieder. Gäste können zugelassen werden.
Die Ringkonferenz wird mindestens einmal im Jahr oder auf Antrag eines Verbandes durch den Vorsitzenden/die Vorsitzende einberufen. Die Ringkonferenz ist stets beschlußfähig, wenn zu ihr schriftlich mit einer Dreiwochenfrist durch den Vorsitzenden/die Vorsitzende eingeladen und von jedem Verband ein Vertreter/eine Vertreterin erschienen ist. Bei Beschlußunfähigkeit ist sie nach neuer formeller Ladung mit Dreiwochenfrist auf jeden Fall beschlußfähig, auch wenn nicht alle Verbände vertreten sind.
Die Ringkonferenz trifft Entscheidungen grundsätzlich durch Mehrheitsbeschluß. Satzungsänderungen bedürfen der 2/3 Mehrheit.
Die Ringkonferenz wählt aus ihren Mitgliedern für jeweils zwei Jahre einen Verband der den Vorsitzenden/die Vorsitzende stellt und die Geschäftsführung übernimmt. Der Vorsitzende/die Vorsitzende vertritt den Ring nach außen. Der Vorsitzende/die Vorsitzende soll nach einem rollierenden System (BDP - VCP - DPSG - PSG) gestellt werden. Der Vorsitzende/die Vorsitzende leitet die Ringkonferenz.

5. Diese Satzung gilt entsprechend für die Arbeitsgemeinschaften des Ringes auf Bezirks- und Kreisebene.

Diese Satzung wurde auf der gemeinsamen Ringsitzung des Ringes deutscher Pfadfinderinnenverbände, AG Bayern und des Ringes deutscher Pfadfinderverbände, AG Bayern am 8.Oktober 1981 in München beschlossen. Diese Satzung wurde im Sinne der rdp AG Bayern am 13.10.2010 in Nürnberg fortgeschrieben.